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Vermeer II
(Black Panther – Black Power)
2005

 
Vermeer II (Black Panther - Black Power)

Walter Stach

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Tommi Smith
EUROSPORT
21.08.2023


 

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Aufruf: 21.08.2023

 

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Erhalten am 16.10.2021


 

WCH, WhatsApp posting, 16.10.2021

WCH, WhatsApp posting, 16

 

red, ORF.at/Agenturen
Tommie Smith: Eine Ikone gegen Rassismus
sport.orf.at

21.06.2020


 

Tommie C. Smith ist seit seiner in den Nachthimmel von Mexiko-Stadt gereckten Faust eine Ikone im Kampf gegen Rassismus. Für den Olympiasieger über 200 m war die Karriere als Leichtathlet nach jener Siegerehrung 1968 vorbei, das Bild von ihm, seinem Teamkollegen John Carlos auf Rang drei und dem Australier Peter Norman aber ging um die Welt.

Mehr als 50 Jahre nach seiner Black-Power-Geste bei den Olympischen Spielen wartet Smith noch immer auf eine Entschuldigung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Auf die Frage, ob das IOC für das Verhalten bei den Sommerspielen 1968 jemals um Verzeihung gebeten habe, antwortete der 76-jährige Afroamerikaner in einem dpa-Interview: „Nein. Das hat das IOC nicht gemacht.”

Smith hatte damals nach seinem Sieg über 200 Meter auf dem Siegespodest die rechte Faust in einem schwarzen Handschuh in den Nachthimmel gestreckt – das Zeichen der Black-Power-Bewegung. Er trug zudem keine Schuhe und nur schwarze Socken als Symbol der Armut. Bronzemedaillengewinner und Teamkollege Carlos zeigte die gleiche Geste mit dem linken Arm. Die Aktion wurde zu einem Meilenstein in der Bürgerrechtsbewegung.

Nach dem Protest in Mexiko waren die Karrieren von Smith und Carlos zu Ende
Nach dem Protest in Mexiko waren die Karrieren
von Smith und Carlos zu Ende

Das IOC verurteilte das Verhalten als Missachtung seiner Charta und drohte der gesamten US-Mannschaft mit dem Ausschluss, wenn Smith und Carlos nicht umgehend nach Hause geschickt würden. Seine Karriere war damit im Alter von 24 Jahren beendet. Er unterrichtete später an Hochschulen und lebt inzwischen an der Ostküste Amerikas.

Für Gleichberechtigung „meine Karriere geopfert”

„Es gab 1968 das olympische Projekt für Menschenrechte (ein Bündnis Afroamerikanischer Athleten, Anm.). Ich war damals ein 24 Jahre alter Athlet mit einer Botschaft für Menschenrechte, einem Hilferuf für Freiheit. Ich habe damit einfach nur ausgedrückt, dass ich an Menschenrechte glaube, dass es Gleichberechtigung in den USA und in der ganzen Welt geben sollte. Mehr hatte ich damals nicht auf der Agenda als die Ausrottung von Rassismus in den USA. Dafür habe ich meine Zukunft geopfert”, sagte Smith.

Die Zeit danach sei sehr schwierig für ihn gewesen: „Man kann das mit nichts vergleichen, das hat davor nie jemand gemacht. Zurück in den USA hatte ich keinen Job, ich habe viele Freunde verloren.” Mehr als 50 Jahre später gibt es noch immer die Notwendigkeit von Protest, wie die „Black Lives Matter”-Bewegung zeigt, es habe sich aber „schon zum Besseren gewandelt”, so Smith. „Die Bewegung jetzt ist, wie sie ist, weil viele Leute sich einbringen. Die Menschen beginnen zu verstehen, was alles verändert werden muss.”

Fußballer setzen Zeichen gegen Rassismus

Im europäischen Fußball setzte u. a. die englische Premier League beim Neustart nach der Coronavirus-Pause ein Zeichen gegen Rassismus. Spieler und Trainer waren vor dem Anpfiff auf die Knie gegangen. Die Spieler trugen auf ihren Trikots statt ihres Namens den Schriftzug „Black Lives Matter” (Dt.: „Schwarze Leben zählen”). Auch in der deutschen und österreichischen Bundesliga gab es Solidaritätsbekundungen mit der Bewegung.

„Das ist Veränderung. Diese Athleten verändern etwas, indem sie sich zusammentun. Das sehen Leute und verstehen die Notwendigkeit für eine Veränderung. Ich unterstütze diese Sportler sehr”, sagte Smith, der sich auch heute noch über eine Entschuldigung und eine Anerkennung seines Handelns durch das IOC freuen würde. „Es ist nie zu spät für eine gute Tat. Nie”, meinte der 76-Jährige.

Links:
Tommie Smith (Wikipedia)

https://sport.orf.at/stories/3063819/
Aufruf: 21.06.2020

 
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